Der Stress und der Spaß, wenn die (maskulin geprägte) Karrierefrau, feministische Gebär- Verweigerin oder Spät- Gebärende auf „Den neuen Mann“ trifft, das hat was Tragisches. Sie scheitern.

Lenin forderte 1884: »Die Befreiung der Frau« habe »zur ersten Vorbedingung die Wiedereinführung des ganzen weiblichen Geschlechts in die öffentliche Industrie, [nicht: „öffentlichen Dienst!“] und … dies wieder erfordert die Beseitigung der Eigenschaft der Einzelfamilie als wirtschaftlicher Einheit der Gesellschaft*.«

Und das ist wesentlicher Teil des gesellschaftlichen Überbaus geworden, einem Dogma, dem Medien, Politik und weite Teile des öffentlichen Dienstes folgen. Eisern.

Und was die Abschaffung der Familie betrifft, sind wir schon richtig weit gekommen. Die klassische westliche Familie stirbt aus.

Und der Rest? Dieser Überbau fordert inzwischen den weitgehenden Tausch der Rollen: Der Mann kümmert sich um Haus und Kinder, Wäsche, kochen, Einkäufe. Dabei wird der Mann zunehmend weiblicher. Manche behaupten, er menstruiere gar.

Frau dagegen macht Macht- voll Karriere, entscheidet alles, auch im Haus und wird immer männlicher. Das ist nicht immer lustig:

„Egal ob es um akademische oder private Erfolge ging: Die Männer fühlten sich angesichts der Erfolge ihrer Partnerinnen unterbewusst weniger selbstbewusst – unabhängig von ihren eigenen Leistungen. Sie waren sogar unzufriedener mit der Beziehung. Völlig anders reagierten die Frauen. Ihrem Selbstbewusstsein konnte der Triumph ihres Mannes nichts anhaben. Mehr noch: Sie waren dann sogar glücklicher mit der Beziehung.“

Denn im Privaten sind Mann und Frau von diesem ideologischen „kulturellen Überbau“ ihres Beziehungskonzeptes maximal überfordert.

Nicht nur, daß der Mann trotz allen feministischen Engagements noch immer unfähig ist, ein Kind zu stillen, (oder DOCH?) auch die durchgegenderte Frau tut sich schwer in der „harten Arbeitswelt“, der freien Wirtschaft. Die imaginierte „gläserne Decke“ hindert sie ja daran, in die stinkende Kloake und Tunnel der Kanalarbeiter oder in die Vorstandsetage durchzubrechen. Sie kann weder die Härte der Arbeit, noch den ganz oben benötigten 14-Stundentag durchhalten. Sie verwirklicht sich optimal und verbleibt dort, wo man sich das berufliche Versagen maß- und besinnungslos auf Kosten der Allgemeinheit leisten kann: im öffentlichen Dienst, wie von Engels vorausgesehen, – und damit im Mittelmaß.

Doof, irgendwie. Denn seit immer verfolgen wir doch mit aller medialen Power, öffentlicher, maximaler Unterstützung des Ministeriums für alle außer Männer doch nur ein Ziel: nicht gleich-Berechtigung wie im Grundgesetz festgeschrieben – nein, es muss die Gleichstellung sein! Selbst Teilerfolge werden nicht gefeiert, sondern es bleibt der gefühlte Mangel in der Umsetzung radikal- feministischer Forderungen. Im Gegenteil: die zunehmend verbissene Haltung gegenüber immer noch existierenden Mythen von Augenhöhe, Gender PayGap, Karrierefrauen und deren Defizite im empowerment, fehlender Väter-Zeit usw. sind richtig nervig.

Meister in der Folgsamkeit.

Ob Nationaler- oder realer Sozialismus, ob Feminismus oder Gender – selbst, wenn es NICHT FUNKTIONIERT – im besinnungslosen Befolgen von ideologischer Vorgaben waren die Deutschen schon immer Vorreiter.

Auch im Feminismus. Das Dilemma entsteht dadurch, dass Männer wie Frauen im Gender-Konzept beide ihre Essenz und Biologie verachten: Männlichkeit und Weiblichkeit!

Treten wir doch einen Schritt zurück, machen wir es uns doch einfach!

Es braucht doch nicht die völlige Ablehnung des eigenen Geschlechtes in seinem Wesen, seiner „Essenz“- noch weniger die Verkehrung der Rollen!

Wenn wir zurücktreten und und das Jin Yang- Bild anschauen, erkennen wir: Männer müssen nicht zu Frauen und Frauen müssen nicht zu Männern werden!

Unvollständig!

Wir tragen doch als Männer das Weibliche in uns, so wie Frauen das Männliche in sich tragen. Männer müssen nicht zu Frauen und Frauen müssen nicht zu Männern werden!

Im Aufsatz „Anima und Animus – Vom Formen und Pflegen des Gegengeschlechtlichen“ zeigt S.J. Hubert THURN einen (Selbst-)Erkenntnisweg, der dem ganzen Genderkonzept den Krampf nimmt und illustriert die Ausführungen von C. G. Jung über Anima und Animus:

Was sind nun diese „Anima und Animus“?

C.G. Jung brachte es zuerst auf den Punkt, warum es absolut sinnlos ist, mit Frauen zu streiten: „Was also den Unterschied zwischen Mann und Frau in dieser Beziehung ausmacht, also den Animus gegenüber der Anima charakterisiert, so kann ich nur sagen: wie die Anima [beim Mann] die LAUNEN, so bringt der Animus MEINUNGEN hervor, und wie die Launen des Mannes aus dunklen Hintergründen hervortreten, so beruhen die Meinungen der Frau auf ebenso unbewussten, apriorischen Voraussetzungen …

Aus: „Die wahre Kraft de Mannes“ Amazon

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Die beiden „Instanzen“ Anima und Animus, (um bewusst im falschen Kontext einen freud´schen Begriff zu wählen) sie WIRKEN. Und sie wirken dann destruktiv, wenn Mann und Frau sich ihrer eben nicht bewußt sind.
Das geschieht auch dann, wenn sie aus falsch verstandener Absicht „ganzheitlicher Mensch“ zu werden, diese Anteile nicht kennen lernen, sondern einfach nur die Rollen zu tauschen versuchen. Beim Mann geschieht dann folgendes: „verliert also ein Mann den Kontakt zu seiner Anima, verliert er damit „den Zusammenhang mit dem kompensierenden Unbewußten überhaupt … In einem derartigen Falle pflegt das Unbewußte Emotionen unverhältnismäßiger Natur zu produzieren, wie Gereiztheit, Unbeherrschtheit, Überheblichkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Launen, Depressionen, Zornausbrüche und dergleichen
Und auch bei der Frau wirkt die Unbewußtheit des Animus zerstörerisch, C.G. Jung im Original: „Der Animus ist wie eine Versammlung von Vätern und sonstigen Autoritäten, die ex cathedra unanfechtbare, ‚vernünftige’ Urteile aufstellen … zu einem Kanon durchschnittlicher Wahrheit, Richtigkeit und Vernünftigkeit zusammengehäuft …, der sofort, wo immer ein bewusstes und ein kompetentes Urteil fehlt, mit der Meinung aushilft … Bei intellektuellen Frauen veranlasst der Animus ein intellektuell und kritisch sein sollendes Argumentieren und Räsonnieren, das aber im Wesentlichen darin besteht, einen nebensächlichen und schwachen Punkt zu einer sinnwidrigen Hauptsache zu machen. Oder eine an sich klare Diskussion wird aufs Heilloseste verwickelt durch das Hereinbringen eines ganz anderen, womöglich schiefen Gesichtspunktes. Ohne es zu wissen, zielen solche Frauen bloß daraufhin, den Mann zu verärgern, womit sie dann dem Animus um so völliger verfallen.“

`Leider habe ich immer Recht´, gestand mir eine solche Frau.“ Und „Recht haben macht einsam“, leider. Es ist schon grenzgenial, wie Jung en passant und wie vorausschauend er die Streit- und Gesprächskultur mit Emanzen beschreibt.
Weil es eben so zerstörerisch für die Beziehungsqualität wirkt, wenn sich Mann und Frau ihrer gegengeschlechtlichen Anteile nicht bewusst sind, ist es für eine funktionierende Beziehung überlebens– notwendig, sich derer bewusst zu werden.
Wie bekommt man nun Zugriff und in der Folge die Integration, Zugriff auf die gegengeschlechtlichen Anteile? Wie Mann und Frau diese gegengeschlechtlichen Anteile in sich entdecken, kennen lernen und bewußt aus-LEBEN können, zeigt diese Seite auf. Dort heißt es: „Wie Jung weiter erklärt, kann der Prozess dieses Ganzwerdens – die Individuation – wie folgt beschrieben werden: „ein ‚In-Dividuum‘ zu werden, und insofern als ‚Individualität‘ unsere innerste, letzte und unvergleichbare Einzigartigkeit umfassen, und dies bedeutet auch, zum eigenen Selbst zu werden. Man könnte Individuation darum als ‚Verselbstung‘ oder als ‚Selbstverwirklichung‘ übersetzen.“

Und weiter: „Die Verbindung mit unserem inneren männlichen oder weiblichen Element ist daher für die Entwicklung von Selbst-Wahrnehmung und Verständnis unerlässlich, die wichtige Bestandteile der inneren Arbeit sind.“ letztlich also für die Befreiung aus der inneren „Sklaverei“, hier: dem Versuch des Rollentauschs.

Aber wer will schon frei sein, wenn er doch dafür auch die Verantwortung für sich selbst übernehmen muss?

Kant: „Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, [Medien] die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.“

LAssen wir sie also weiter scheitern im Versuch, sich ihrer männlichen oder Weiblichen Essenz zu entziehen. Es ist ja so modern, zeitgemäß!