DIE KRIEGSERKLÄRUNG
LIEGT AUF DEM TISCH.

Und wir sind unbewaffnet!
Brecht´s pazifistisch verkürzter Satz „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!“ hatte eine zweite Zeile, die den Brecht unterstellten Pazifismus in sein Gegenteil verkehrte: „Dann kommt der Krieg zu Dir.“ (Und es wurde auch noch zu Unrecht Brecht unterschoben, hier analysiert 1)

Und so kommt es: Viele Politiker von Grün bis schwarz sehen die Angriffs Putins auf die Ukraine auch als Angriff auf die Europäische Kultur und Identität.
Stimmt! Putin hat aus seiner Verachtung für das westlich- dekadente Wertesystem nie einen Hehl gemacht. Mit nichts als großer Empörung konnte die queere Community der westlichen Welt auf die „homophoben“ Verbote gegen homosexuelle Propaganda reagieren. Putin steht in der post- patriarchalischen, durch- emanzipierten und anti- familiären westlichen Welt neben Viktor Orban als Hassobjekt. Und die „Westliche Wertegemeinschaft“ hatte und hat dem bis heute nichts entgegen zu setzen. Bis heute. Jetzt gibt’s Tierpanzer. Ohne Munition.
Aktuelle Artikel helfen dabei, das „Selbst- Verständnis“ und -Bewusstsein im doppelten Sinne wieder zu finden und zu stärken.
Im „Marsch durch die Institutionen“ hat die Linke in allen Bereichen gewonnen: Politik, Verwaltung, Bildung, Justiz und Medien zersetzen erfolgreich das bürgerliche Geschlechter- und Familienbild mit konsequenter Gender- und Queer- Rhetorik.
Ohne nennenswerten Widerstand: Denn der seit Jahren schwelende „back-lash“ der bürgerlichen, kleinstädtischen und anti- kollektivistischen Sicht gegen Medien und deren links- grünen Gesellschaftssicht ist schwächer geworden. M. Matussek und H. Martenstein, Birgit Kelle, die WerteUnion der CDU, der brürgerlich- freiheitliche Aufbruch- alle kämpfen mehr dagegen an, bitte nicht von AfD, Höcke oder Ewig-Gestrigen vereinnahmt zu werden, als für die Klärung GEMEINSAMER (familiärer) Werte.
Grüne Friedenpolitik ist bereits komplett ins Gegenteil verkehrt. Aus „Frieden schaffen- OHNE Waffen“ wurde „Schwere Waffen ins Kriegsgebiet!“ Da ist der Angriff Putins auf die Ukraine, die sich anschickte, nicht nur assoziiertes NATO, sondern auch EU- Mitgliedsstaat zu werden, wie ein Gewitter gegen den eigenen Zeitgeist hereingebrochen. Wladimir Kaminer brachte es auf den Punkt: „Ich bin mir absolut sicher, dass dieser Krieg gegen Europa und Amerika, gegen die westliche Welt geführt wird… Ich denke, dass die Ukrainer heute nicht nur für ihre Häuser, für ihre Straßen, für ihre Familien kämpfen, sondern auch für uns, .., für unser Leben.“ Anders läßt sich die maximale multi- mediale Empörung bei absoluter Hilflosigkeit nicht erklären- denn wir stehen ja nicht nur mit unserer Bundeswehr „blank“ da.
Wir sind nicht nur maximal verteidigungs- UNfähig, sondern auch beschämend- komplett ahnungslos, wie das unfassbar dämliche Gestammel der Annalena Baerbock offenbart: „Was sind eigentlich diese Tierpanzer, die vorher niemand kannte?“ Aber sie liefert die Lösung und das ist sehr beruhigend: „Deswegen ist mir wichtig, dass wir nen ganz weiten Prozess machen, auch mit ThinkTanks, mit Workshops…!“ Mit ThinkTanks statt Panzern,..
Ulf Poschardt nennt es beim Namen. „Deutschland ist schwach“2 – und bennennt die Ursachen dieser Schwäche: „Selbstverliebtheit“ (lat.: Narzissmus) bei gleichzeitiger „moralischen Gewissheit“, naiv- entrückt, ein Land, „halb- mündig- unreif“, in „eitler Dekadenz“, im Feiern eines „luschigen, passiv- aggressiven Wohlstandszersetzungs- Aktivismus“, dazu das „verloren und verlogene [!] Menschenbild“ und „furchtbare Gerechtigkeitskultur“…
Er haut also gewaltig drauf, auf den Zeitgeist. ABER! Poschardt ruft hier „Haltet den Dieb!“, denn er war bei aller eitlen Ambivalenz einer der größten linken Bilderstürmer, der zu eben diesen Zuständen aufgerufen und sie mit medialer Wucht mit zu verantworten hat!
Er geht so weit, den geistigen Zustand des Westens noch vor der Aufklärung zu verorten, zitert er doch ungenannt Immanuel Kant´s Aufsatz „Was ist Aufklärung?“ und dessen Bonmot von der „selbstverschuldeten Unmündigkeit“, aus der der Westen ausbrechen möge.
Poschardt kommt auch auf das leidige „Männerbild“ (Putin zu Pferde, bloßer Oberkörper) zu sprechen, dessen feigen Apeasements gegenüber dem Zeitgeist. Birgit Kelle zeigte unlängst auf: Der Ukrainekrieg zeigt: „Es gibt nur ZWEI Geschlechter“3 Poschardt pflichtet ihr bei: „die Freiheit wird nicht im Tamponbehälter in der Männertoilette … verteidigt“, um anzufügen das SPD- Verteidigungsminister STRUCK – Zitat, „eher am Hindukusch“. Dass auch diese Anhänglichkeit an amerikanisch- imperialistische Vorstellungen gerade krachend gescheitert ist, ignoriert er.
Denn natürlich ist Wehrhaftigkeit, die Besinnung auf das Eigene, die dem Westen, also UNS fehlt, verbunden mit echter Männlichkeit. Und hier wird aus eitler Ambivalenz echte Widersprüchlichkeit und Heuchelei, denn Poschardt selbst bekannte sich in EMMA als Feminist4. Poschardt, er selbst hat somit als Chefredakteur massiv zu eben jenem geistigen Zustand beigetragen den er jetzt beklagt! Hadmut Danisch hat konsequent mit ihm abgerechnet: „Kann gar nichts, kann weg.“5
Noch ein Zitat verdient es, der sinnentstellenden Verkürzung entrissen zu werden: „Irren ist menschlich, aber auf dem Irrtum zu beharren, ist teuflisch (!).
Gerade weil der medial- politische Komplex auf seinen Irrtümern beharrt, verschärft sich auch ein linkes Narrativ der 68er. Als Antwort auf die „klammheimliche Freude“ über die Angst des rechten Establishments, wen es im RAF – Terror als nächstes erwischen würde („Ponto, Buback, Schleyer- die RAF wird langsam teuer“): reagierte der Rechtsstaat unter anderem mit Radikalenerlass und dem Nato- Doppelbeschluss. Die Linke war empört, konstatierte: „Wer rechts steht, grinst.“
Heute richtet die Linke angesichts der aktuellen und realen russischen Bedrohung Stuhlkreise ein, das Team von MaleVolution teilt die Sorgen über das Männerbild von Anselm Neft in der B.Z.: Es wird Zeit, über die Rolle der Geschlechter in Zeiten des Krieges zu reden. Auch hier.6: Was passiert, wenn in Deutschland Krieg herrscht? Sollen nur Männer kämpfen? Kaum jemand spricht über die Kriegspflicht für ukrainische Männer… „Jemand muss bleiben und die Heimat verteidigen, so die Logik des Präsidenten und auch vieler Menschen aus der Ukraine und in anderen Ländern. Wider- oder Einsprüche dagegen bleiben aus, eine Debatte dazu findet nicht statt.
Unser Verhältnis zur Männlichkeit
Lediglich ein pazifistischer Kommentar von Gereon Asmuth in der taz und ein kurzer Artikel von Juliane Frisse auf Zeit Online äußern Bedenken und Widerwillen gegen das archaische Rollenbild. Juliane Frisse fragt bei Zeit Online: „Ist nur ein kämpfender Mann ein guter Mann?“. Sie gibt gleich selbst die Antwort: „Wie unmenschlich!“. Das Menschenrecht auf Flucht gilt in der Ukraine für eine große Bevölkerungsgruppe nicht. Es würde übrigens auch in Deutschland keineswegs gesichert gelten.“

Wie dürfen wir uns also den Krieg des woken Berlins vorstellen? Mein Kopfkino: Ein russischer atomarer Schlag könnte, dürfte das Regierungsviertel und den BER treffen. Um beides wäre es nicht schade, denn dann müssen in Zukunft die Berliner in Berlin bleiben, weil das Lastenfahrrad nicht bis nach Kreta / Ibiza trägt.
Wenn der russische Panzer es tatsächlich nach Berlin schafft, (davon ist aus Gründen nicht auszugehen), dann stehen Anselm Neft und sein „Bro“ mit modischem Männerdutt vor dem Panzer, wedeln mit der Studie des Familienministeriums aus 2017, wonach „die sogenannte Care-Arbeit (also das Sich-sorgen um die Familie) schon vorher keinesfalls gleich auf Vater und Mutter verteilt [ist]. 87 Minuten betrug laut einer Studie für das Familienministerium der Gender-Care-Gap im Jahr 2017. Das heißt, Frauen waren mit 4 Stunden und 13 Minuten pro Tag deutlich länger mit Erziehungs- und Haushaltsaufgaben beschäftigt als Männer (2 Stunden und 46 Minuten).
Ja, das muß man sich mal vorstellen!
Die wirklich wichtigen Fragen stellt Anselm am Schluß, oder besser: er weicht ihnen aus: „Dabei weichen wir als Gesellschaft einer unangenehmen Frage aus: Was wollen wir tun, wenn alte, völlig von ihrer Empathie entkoppelte Männer junge verblendete Männer gegen uns aufhetzen, um vieles von dem zu zerstören, was wir lieben? Wollen wir dann selbst Männer in den Kampf schicken? Oder alle Geschlechter? Oder nur die, die wollen? Oder werden wir uns der Gewalt der anderen ergeben?“
Noch problematischer: was ist, wenn völlig von der Empathie entkoppelte Außen- und Verteidigungsministerin unisono mit der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses uns aufhetzen?! Wie würden diese Frauen wohl argumentieren, hätten sie „Dienst an der Waffe“ leisten müssen?
Die „alten, weißen CIS Männer“ dagegen davor warnen? Wichtige historische Anekdote am Rande: Warum wehrten sich sogar Frauen gegen die Einführung des Frauenwahlrechtes in der Schweiz? Weil damit nach einer Logik der GleichbeRECHTigung auch die GleichverPFLICHTung stand, nämlich der in der Schweiz obligatorische Wehrdienst. Insofern ist Israel mit der allgemeinen WehrPFLICHT auch für Frauen das Land mit der konsequentesten Gleichberechtigung.
Weil Panzerkommandant Dimitri von poststrukturellen Positionspapieren Baerbockscher ThinkTanks nicht sehr beeindruckt sein wird, werfe Neft sich vor den russischen Panzer, der ihn überrollt. Und weil der Panzer sehr breit ist, erwischt der ihn nur auf dem linken Fuß. Dermassen verkrüppelt hat der Mann den Rest des Lebens Zeit, über sein Männerbild nachzudenken und im Irrtum teuflisch zu verharren.
Denn seine Frau Svenja hat sich mit dem gemeinsamen Kind dem russischen Panzerkommandanten an den Hals geworfen, denn der kann nicht nur besser kämpfen, sondern auch noch, ähnlich wie unsere kulturbereichernden Gäste zu Silvester auf der Kölner Domplatte, besser feiern UND besser vögeln. Schließlich hat der woke Berliner Mann im Rahmen seiner VäterStillzeit so viel Oxytocin auf- und Testosteron abgebaut (7.), dass eben nicht nur Aggression, sondern auch der Sex mit Svenia auf der Strecke blieb. Jetzt nicht mehr.
So heftig, wie das linksgrüne Traumbild auf den harten Boden des Krieges aufklatscht, kann es eigentlich nur besser werden.
So weit, so schön: Happy End. Nur nicht für Anselm.
Wer rechts steht, grinst.

1.) Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt ….“ Autor: Bertolt Brecht

Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt
Und läßt andere kämpfen für seine Sache
Der muß sich vorsehen: denn
Wer den Kampf nicht geteilt hat
Der wird teilen die Niederlage.
Nicht einmal den Kampf vermeidet
Wer den Kampf vermeiden will: denn
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.“
Bertolt Brecht: „Koloman Wallisch Kantate“
vollständige Quellenanalyse: https://falschzitate.blogspot.com/2018/08/stell-dir-vor-es-kommt-krieg-und-keiner.html

2.) A. Baerbocksche „Tierpanzer“ https://www.youtube.com/watch?v=l6r5G6JBrZQ

3.) B. Kelle: https://www.die-tagespost.de/kultur/feuilleton/im-krieg-gibt-es-nur-zwei-geschlechter-art-226137

4.) Emma, U. Poschardt, bekennender Feminist: https://www.emma.de/artikel/kollege-poschardt-ueber-feminismus-337469

5.) https://www.danisch.de/blog/2021/12/15/das-geschwaetz-des-ulf-poschardt-ii-getroffene-hunde-bellen/

6.) https://mcusercontent.com/2b1189ffc5b2575d2c298d56b/files/777fbb1f-e628-d229-99cd-8721d5cbe277/BZ_Artikel.pdf
7 ) „Vatergefühle? Der Begriff steht noch nicht mal im Duden. Wir erklären die Hintergründe und sagen, warum die Vater-Kind-Bindung so wichtig ist von Birk Grüling Darin: Andreas Eickhorst, selbst Vater einer kleinen Tochter und Professor für Psychologie an der Hochschule Hannover. `In der Schwangerschaft und in der ersten Zeit mit Baby verändert sich der Hormonhaushalt des Mannes. Das Bindungshormon Oxytocin wird bei Vätern und Müttern in recht ähnlicher Weise ausgeschüttet. Es wirkt wie ein Art Gegenspieler zum Testosteron und sorgt für eine starke Bindungsbereitschaft, zum Partner oder Partnerin, aber in besonderem Maße auch zum Kind…. Deshalb ergeben auch die Veränderungen im Hormon-Spiegel des Mannes viel Sinn. Sie sorgen dafür, dass die Väter nicht nur theoretisch könnten, sondern auch rund um die Geburt offener für die Bindung zum Kind sind´“. https://www.menshealth.de/dad/partner-family/vatergefuehle/