NATÜRLICH sind Frauen gleich leistungsstark, vernünftig und belastbar, deshalb gehören sie ja auch per Quote in die Vorstände. So der gängige Tenor. Ein Tabu macht es nicht leichter, die Wahrheit zu erkennen, im Gegenteil. Es mag sexistisch erscheinen- aber Verhalten wird nun mal nicht nur rein rational gesteuert, sondern zum Teil auch durch Hormone. Für Frauen gilt das besonders in den Phasen vor der Menstruationszeit. “PMS” – prä- menstruelles Syndrom nennt man die 3-5 Tage vor dem Eintreten der Regelblutung, in der Frauen “anders” sind. Die Zahl der Betroffenen Frauen ist ebenso unterschiedlich verteilt (25- 75% der Frauen) wie die Intensität, in der sie darunter leiden. Und: die Ennahme der Antibabypille mindert die Beschwerden. Wer weiß, dass (s)eine Frau darunter leidet, ist im Vorteil er kann sich darauf einstellen! Diese Schmerzen haben einen (unbewußt wirkenden) Hintergrund:
Eine Frau kann im Laufe ihres Lebens, grob gerechnet, 40 Jahre lang 12x pro Jahr schwanger werden, also etwa 480 mal. Gebähren kann sie indes nur viel seltener – etwa 10- 15 mal. Krasser Gegensatz- Wir Männer könnten theoretisch in 14 Tagen mit der Zahl unserer Spermien den Planten neu bevölkern- das Vermögen, sich fortzupflanzen ist zwischen Mann und Frau höchst unterschiedlich verteilt. Im Vorfeld der Regel spürt eine Frau unbewußt, ihrer einzigartigen Möglichkeit, als gebährfähige Frau (wieder einmal) nicht gerecht geworden zu sein.
WIE fühlen sich Frauen in dieser Zeit? Neben körperlichen Beschwerden gibt es für die Beziehung erhebliche, belastende Gefühle, die NICHTS, aber gar nichts mit uns als Männern zu tun haben, die aber ausgelebt werden: Stimmungsschwankungen (Gemütslabilität), Antriebslosigkeit, Hyperaktivität, Ruhelosigkeit, Depressionen oder manische Phasen, Angstzustände, Reizbarkeit, Aggressivität, grundloses Weinen/Lachen und vermindertes Selbstwertgefühl.
Für uns Männer stellt sich die Frage: Wie damit umgehen?
1.) Zunächst ist es äußerst hilfreich, zu WISSEN, dass die Frau unter diesen Symptomen leidet- im doppelten Sinn: Sie hat sie, und sie sind ihr schmerzhaft bewußt. Aber sie kann nicht aus ihrer Haut heraus, sie ist diesen Symptomen meist ausgeliefert. Also: Kalendernotizen über Regeltermine beachten.
2.) Ernst nehmen: Sich darüber lustig zu machen, die Frau deswegen abzuwerten, hilft weder ihr, noch der Beziehung, sondern wir schaden damit uns als Männern selbst. Denn diese Phase, ihre Laune gibt uns als Männern die Chance, in unserer liebevollen, mitfühlenden Souveränität zu wachsen: Sie in den Arm zu nehmen, ihr tief in die Augen zu schauen, zu trösten, und, ganz wichtig, ihren Selbstwert als Frau aufzubauen:
3.) SEX HILFT! Auch gegen ihren vordergründigen Wunsch, gegen ihre Angst, unattraktiv zu sein, über unsere erste Ablehnung hinaus zu wachsen, sie zu begehren, sie zu verführen und zu nehmen, das gibt ihr als Frau den Mut, die Kraft, sich anzunehmen.
Was sagt denn eine betroffene Frau, die unter PMS leidet dazu?
MANN, frage sie!

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