Jüngste Erfahrung: „NEIN!“ zu sagen, stärkt die Persönlichkeit.
Wie sagen wir „Nein.“ ? Gängige Floskeln wie „irgendwie nicht wirklich“ oder „vielleicht nicht so gut“ oder das windelweiche Ausweichen auf „das geht doch besser…!“ zeigen, mit wie viel Angst die konkrete Ablehnung behaftet ist.
Dabei ist das NEIN als Gegenstück zum Ja nicht schlechter, oder gar abzulehnen, im Gegenteil: „Die Fähigkeit, Nein zu sagen, ist die Geburt der Individualität.“ (René Arpad Spitz) Anders ausgedrückt: Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann doch nicht ganz dicht sein.
Peter Schellenbaum hat in dem kleinen Buch „Das Nein in der Liebe“ ziemlich mutig die These vertreten, der Sinn der Liebe liege (auch!) im Zerstören.
ich verstehe heute, dass die Abgrenzung und in der radikalen Form auch das Zerstören für das (seelische) Wachstum notwendig sind.
Wie drücke ich denn ein „Nein!“ aus? Ich habe vor einiger Zeit jemanden rausgeschmissen, der mir nicht mehr gut tat. Bei der Gelegenheit habe ich dann noch x Adressen aus meinem Handy gelöscht, deren Kontakte fruchtlos geworden waren.
So schafft das „Nein.“ gleichzeitig Raum für Neues, denn erst in die Leere hinein kann diese Neue wachsen.
Und ich glaube, ich habe sie gestern kennen gelernt…
Willkommen in meinem Leben… Das Ja und das Nein!

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