{"id":657,"date":"2015-07-02T12:57:43","date_gmt":"2015-07-02T10:57:43","guid":{"rendered":"https:\/\/iuaviabelfjea.byteway.dev\/?p=657"},"modified":"2018-02-04T20:19:55","modified_gmt":"2018-02-04T19:19:55","slug":"schattenarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maennerschmie.de\/index.php\/2015\/07\/02\/schattenarbeit\/","title":{"rendered":"Schattenarbeit = KINTSUGI"},"content":{"rendered":"<p>Gibt es sowas wie die &#8220;Erbschuld&#8221;?<br \/>\nWer sich h\u00e4ufiger beim Scheitern entdeckt, beruflich, oder privat, wer den Mut hat, sich selbst zu fragen: &#8220;Warum nur, warum passiert das immer MIR- ich gebe doch mein Bestes?!&#8221;, der k\u00f6nnte auf die Idee kommen.<br \/>\nUnd wenn es so etwas gibt- wie heile ich diese?\u00a0Nicht &#8220;Vater Staat&#8221;, nicht der Nannystaat, dein Therapeut, dein Work-out, nicht die Verherrlichung des Nimbus&#8217; allein erziehender M\u00fctter, sondern&#8230;<\/p>\n<p>DEINE Schattenarbeit.<\/p>\n<p>Frage: &#8220;Es passiert in meinem Leben- immer wieder.\u00a0Aber was hat das mit mir zu tun?&#8221;<br \/>\nGefunden: KINTSUGI<a href=\"http:\/\/maennerschmiede.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Kintsugi.jpg\" data-src=\"http:\/\/maennerschmiede.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Kintsugi.jpg\" data-thumb=\"http:\/\/maennerschmiede.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Kintsugi.jpg\" class=\"ml-lightbox-enabled\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1036 alignright\" src=\"http:\/\/maennerschmiede.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Kintsugi.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/maennerschmie.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Kintsugi.jpg 300w, https:\/\/maennerschmie.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Kintsugi-150x150.jpg 150w, https:\/\/maennerschmie.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Kintsugi-270x270.jpg 270w, https:\/\/maennerschmie.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Kintsugi-230x230.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDie Kunst zur Beziehungs- und Schattenarbeit, das Scheitern nicht nur zu heilen, sondern zu veredeln:<br \/>\nKintsugi (jap. \u91d1\u7d99\u304e, dt. \u201eGoldverbindung, -flicken\u201c) oder seltener Kintsukuroi (\u91d1\u7e55\u3044, \u201eGoldreparatur\u201c)[1] ist eine traditionelle japanische Reparaturmethode f\u00fcr Keramik. Keramik- oder Porzellanbruchst\u00fccke werden mit Urushi-Lack geklebt, fehlende Scherben werden mit einer in mehrer<span class=\"text_exposed_show\">en Schichten aufgetragenen Urushi-Kittmasse erg\u00e4nzt, in die feinstes Pulvergold oder andere Metalle wie Silber und Platin[1] eingestreut wird. &#8230;<br \/>\nDie japanische Wabi-Sabi-\u00c4sthetik reicht von einer metaphysischen Basis \u00fcber geistige Werte, moralische Vorschriften bis hin zur stofflichen Qualit\u00e4t, die auch in der Teekunst zum Ausdruck kommt und sich auf viele Bereiche der Kunst und Kultur auswirkt. Die Einfachheit und die Wertsch\u00e4tzung der Fehlerhaftigkeit stehen im Zentrum dieser Anschauung. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich Kintsugi \u2013 die Goldverbindung, die den Makel hervorhebt.&#8221;<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie, ob das punktuell auch f\u00fcr Sie zutrifft?!<br \/>\nIch bin so, weil meine Eltern &#8220;so&#8230; &#8221; waren. Ob im \u00fcber die Pubert\u00e4t hinaus praktiziertem RadikalWiderstand oder der unbewussten \u00dcbernahme, wir sind genetisch wie erziehungsbedingt auch eine Antwort auf die Fragen, die unsere Eltern uns (unbewusst, allein durch ihre, und die gemeinsame Biografie!) gestellt haben.<br \/>\nMit den &#8220;Fehlern&#8221;, die unsere Eltern bei unserer Erziehung begangen haben, ist auch unsere pers\u00f6nliche Entwicklungsaufgabe verbunden. Diese Entwicklungsaufgabe entweder im An-Erkennen, weiter im tiefen Verstehen UND dem Verzeihen und, in der gegl\u00fcckten Form, in der Transformation dieses Fehlers zu meistern, das macht uns frei von diesem Schatten, (C. G. Jung) &#8220;Geburtsfehler&#8221;, der im Christentum so genannten &#8220;Erbschuld&#8221;.<\/p>\n<p>Meist aber stellt sich diese Aufgabe der Bearbeitung erst in der Partnerschaft. Die Fehler der Eltern zeigen sich im Partner, und m\u00fcssen dort bearbeitet werden. Dabei ist der Partner keinesfalls vors\u00e4tzlich irgendwie &#8220;b\u00f6se&#8221;, er ist quasi nur der Spiegel, den uns das Leben als Aufgabe vorstellt.<\/p>\n<p>Das zeigt sich in sich h\u00e4ufig wiederholenden Mustern der Beziehungen &#8211; und eben mit \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden im Scheitern.<br \/>\nDie Auseinandersetzung mit der Frage: &#8220;Es passiert in meinem Leben- aber was hat das mit mir zu tun?&#8221; wird meist gescheut. Diese Frage wird zwar gestellt: &#8220;Wieso gerate ich immer wieder an M\u00e4nner, \/Frauen, die &#8230; sind?&#8221; &#8211; aber den Grund daf\u00fcr bei sich selbst zu suchen, f\u00e4llt vielen extrem schwer. Leider hat sich unser Ego h\u00e4ufig einen Schutz, einen Panzer zugelegt, mit dem wir die Auseinandersetzung mit eben dieser Aufgabe vermeiden, um den Schmerz, der mit den elterlichen &#8220;Fehlern&#8221; verbunden ist, zu vermeiden. Stattdessen entstehen so Formen der Sucht, Fluchten in Arbeit, Alkohol, Drogen. Sehr bequem auch, die Gr\u00fcnde f\u00fcr das eigene Scheitern im Aussen zu suchen, in &#8220;der Gesellschaft&#8221;, bei den Chefs, den Frauen, der Politik&#8230; Der Hass auf \u00a0&#8220;Vater Staat&#8221;, der Ruf nach dem &#8220;Nanny- Staat&#8221; sind beliebte Beispiele, ungel\u00f6ster Elternprobleme.<br \/>\nIm extremen Fall f\u00fchrt das zu Depressionen, Psychosen, Neurosen zum Beispiel der h\u00e4ufige Narzissmus.<br \/>\nAll diese Symptome schw\u00e4chen den Betroffenen nat\u00fcrlich extrem bei der ohnehin beschwerlichen Biografie- Arbeit, denn das unvermeidliche Wiederaufleben des kindlichen Schmerzes ist f\u00fcr eine geschw\u00e4chte Pers\u00f6nlichkeit viel, viel schwerer zu ertragen.<\/p>\n<p>Was tun?<br \/>\nSich die o.g. Frage gestellt zu haben zeigt dem Geist an, dass er bereit ist, die Antwort zu suchen. Und zu finden. Der erste Schritt ist also getan.<\/p>\n<p>Der zweite Schritt ist, sich Zeit zu nehmen, Geduld aufzubringen. Es lohnt sich, sich dauerhaft in Frage zu stellen: &#8220;Warum, und WIE? tue ich, was ich tue&#8221;<\/p>\n<p>Was &#8220;treibt&#8221; mich?<\/p>\n<p>Und: nutzen Sie Ihre Freunde, besser noch, Ihre Partnerin. sie kennen Sie. Sie kennt vor allem Ihren &#8220;Schatten&#8221;, die Ihnen unbekannte Seite.<\/p>\n<p>Und wenn ihre Frau Sie liebt, wird sie Sie im Laufe Ihres Lernprozesses immer mehr lieben: f\u00fcr Ihren Mut, wie Perseus dem Schatten Ihrer Seele gegen\u00fcber getreten zu sein.<\/p>\n<p>Auf Wunsch, stelle ich mich dazu neben Sie.<\/p>\n<p>Und k\u00e4mpfe mit Ihnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gibt es sowas wie die &#8220;Erbschuld&#8221;? Wer sich h\u00e4ufiger beim Scheitern entdeckt, beruflich, oder privat, wer den Mut hat, sich selbst zu fragen: &#8220;Warum nur, warum passiert das immer MIR- ich gebe doch mein Bestes?!&#8221;, der k\u00f6nnte auf die Idee kommen. 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