{"id":510,"date":"2014-01-06T12:08:26","date_gmt":"2014-01-06T10:08:26","guid":{"rendered":"https:\/\/iuaviabelfjea.byteway.dev\/?p=510"},"modified":"2014-01-06T12:08:26","modified_gmt":"2014-01-06T10:08:26","slug":"meine-neue-mannliche-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maennerschmie.de\/index.php\/2014\/01\/06\/meine-neue-mannliche-kraft\/","title":{"rendered":"Meine neue m\u00e4nnliche Kraft"},"content":{"rendered":"<p>Identit\u00e4t \u2013 Verantwortung &#8211; Partnerschaft<br \/>\n\u201eMacht muss man auch wollen\u201c (Alfred Herrhausen). Wer sich selbst, auch aus Bequemlichkeit, mehr als \u201eOpfer gesellschaftlicher Umst\u00e4nde\u201c denn als seines Gl\u00fcckes Schmied sieht, wird die Entscheidung, ein gl\u00fcckliches und selbstbestimmtes Leben zu f\u00fchren, auf ewig verschieben. Die Opferrolle, die m\u00e4nnliche &#8220;Ohn-Macht&#8221; in Partnerschaft und Gesellschaft ist nicht nur bequem, sie garantiert auch Aufmerksamkeit und gesellschaftliches Mitleid. So weit, so schlecht.<br \/>\nWer sich dagegen aufmacht (im doppelten Sinn des Wortes), Verantwortung zu \u00fcbernehmen, f\u00fcr sich, seine Beziehung, sein Leben, \u00fcbernimmt das Risiko, R\u00fcckschl\u00e4ge verarbeiten zu m\u00fcssen. Diese sind aber nur im Vorfeld schmerzhaft- r\u00fcckblickend erkennt man meist, dass eine traurige Trennung und ihre Verarbeitung, die W\u00fcrdigung der besonderen Qualit\u00e4t einer Beziehung, erst die Voraussetzung f\u00fcr eine um vieles sch\u00f6nere Beziehung war!<br \/>\n<strong>M\u00e4nner! Auch IHR SEID F\u00c4HIG von ganzem Herzen Liebe zu geben UND ES WERT, GELIEBT ZU WERDEN!!<\/strong><br \/>\n\u201eDas Nein ist die Geburt der Pers\u00f6nlichkeit!\u201c (Rene Arpad Spitz) Es braucht MUT dazu, gro\u00dfen, m\u00e4nnlichen Mut, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/46\/DOS-Mainstream\" target=\"_blank\">H. Martenstein hat es &#8220;Reaktanz&#8221; genannt,<\/a> sich dem Mainstream, der Gesellschaft, speziell den Rettern und Frauenverstehern entgegen zu stellen, eine ganz eigene Haltung, m\u00e4nnliche Werte und damit verbundene Gef\u00fchle sich zu erarbeiten, auf der Achse zwischen Universalismus und splendid isolation im lonesome rider die Aufmerksamkeit auf das Eigene, die IDENTIT\u00c4T zu richten.<br \/>\nSelbst die emanzipierte Schriftstellerin Doris Lessing fordert die M\u00e4nner auf sich gegen ihre &#8220;sinnlose Erniedrigung&#8221; zu wehren. &#8220;Ich bin zunehmend schockiert \u00fcber die gedankenlose Abwertung von M\u00e4nnern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird&#8230; Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die st\u00e4ndig die M\u00e4nner abwerten. Die d\u00fcmmsten, ungebildetsten und scheu\u00dflichsten Frauen k\u00f6nnen die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten M\u00e4nner kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die M\u00e4nner scheinen so eingesch\u00fcchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun.&#8221;<br \/>\nSich frei zu machen vom fremd-, also medien- und politikbestimmten Rollenbild zugunsten ganz eigener, individueller, m\u00e4nnlicher Identit\u00e4t, das ist ein schmaler, psychischer Wachstumspfad, den Mann meist allein gehen muss, ein mehrj\u00e4hriger seelischer Prozess, der nachhaltig bessere Beziehungen in Beruf und Privatleben mit sich bringt. Dazu muss ein Mann sich abgrenzen vom Beliebigen, vom \u201ealles kann, nix muss\u201c, hin zum kraftvoll gesprochenen \u201eNein, Nicht mit mir!\u201c. Und diese Pers\u00f6nlichkeit unterscheidet sich halt von dem, was andere so denken, sie hat den Mut, f\u00fcr die eigenen Ideen und Ideale auch abgelehnt zu werden.<br \/>\nDas Wesen menschlichen Erkennen und Denkens setzt nun mal die Polarit\u00e4t voraus- sie abzulehnen verkennt das Wesen von Tag und Nacht, Sommer und Winter, Magneten, Plus- und Minuspol, und eben auch Mann und Frau. Wer die Unterschiede der Geschlechter negiert, bagatellisiert, verachtet, legt quasi einen Maulschl\u00fcssel auf die Autobatterie. Die Folge: Kurzschluss! Eine starke Beziehung kann halt nicht mit Schwachstrom laufen. Ich muss kein Monsieur 10.000 Volt sein, damit im Bett die Funken der Leidenschaft spr\u00fchen, aber mit 1,5 Volt Spannung l\u00e4uft kein kraftvoller Motor.<br \/>\nMachen wir uns zun\u00e4chst frei vom Geburts- und Denkfehler feministisch gepr\u00e4gter Geschlechtsbilder! Diese fokussieren sich auf die im Jin\/Yang- Symbol kleineren Gegenpole. Und verachten die Wesenskerne von Weiblichkeit und M\u00e4nnlichkeit.<br \/>\nAus der analytischen Pschologie C. G. Jungs kennt man diese Gegenpole als Animus bei der Frau und Anima beim Mann. (<a href=\"http:\/\/www.dr-wischmann.privat.t-online.de\/jung.htm#Heading10\">Einf\u00fchrend beschrieben hier<\/a>)<br \/>\nDie Wesenskerne von Mann und Frau werden ja nicht nur ignoriert oder gering gesch\u00e4tzt, sondern, wie Esther Vilar und Eva Hermann am eigenen Leibe erfahren konnten, verachtet. Verachtung f\u00fcr das Wesen von Mann und Frau schlug 40 Jahre lang durch auf die Beziehungen, das Mit- und das F\u00fcreinander ist faktisch zerst\u00f6rt.<br \/>\nFreiheit! Wer sich unabh\u00e4ngig macht von M\u00fctter-, Frauen- oder sonstigen sozialen Erwartungen, wer seine Werte im Freundeskreis, unter M\u00e4nnern (!) sucht und findet, ein gutes Verh\u00e4ltnis zum Vater, den Gro\u00dfv\u00e4tern und Ahnen aufbaut, wer seine Ideale kennt, um seine eigenen Werte und St\u00e4rken wei\u00df und sie kraftvoll auch nach au\u00dfen vertreten kann, der gewinnt nicht nur Selbstachtung als Mensch, sondern auch die Achtung von DER Frau, die ihn als wertvollen Mann, mit Ecken und Kanten zu sch\u00e4tzen und zu lieben wei\u00df.<\/p>\n<p><strong>Die Machofalle vermeiden<\/strong><br \/>\nMann-\/Frau- Beziehungen werden heute definiert durch die RECHTE, die man GEGENeinander zu HABEN beansprucht. Dem liegt bei beiden Geschlechtern ein Missverst\u00e4ndnis zugrunde, das ich \u201enarzisstische Infantilit\u00e4t\u201c nennen m\u00f6chte. Die Griechen unterschieden Eros und Tymos: Dies ist ein leidenschaftliches Pl\u00e4doyer f\u00fcr BEIDE Geschlechter, zu wachsen. EROS ist eine Haltung \u2013 nehmend, kindlich, bed\u00fcrftig. Dagegen Tymos \u2013 gebend, stolz, erwachsen (Peter Sloterdijk: Cicero 10 \/ 2009)<br \/>\nSigmund Freud antwortete auf die Frage: \u201eWas will die Frau? Ich wei\u00df es nicht!\u201c Der klassische Fehler der 3. Art: falsche Frage, weil suggestiv. Das \u201eWollen\u201c unterstellt bei beiden Geschlechtern eine lebenslange Bed\u00fcrftigkeit- so entstand die \u201eerotische Gesellschaft\u201c.<br \/>\nWer, ob als Mann oder als Frau, sich in der kindlichen, erotischen Haltung als materiell (Frauen) oder emotional (M\u00e4nner) dauerhaft bed\u00fcrftig sieht, wird in keiner Beziehung je Zufriedenheit erlangen. Das Beispiel aus dem M\u00e4rchen ist \u201eDem Fischer seine Frau\u201c, die Ilsebill: bed\u00fcrftig, ma\u00dflos, nie zufrieden.<br \/>\nAuch M\u00e4nner, die nicht erwachsen werden wollen, im Peter- Pan- Syndrom verhaftet bleiben, bei Mutti waschen, als Macho, als Playboy oder sich an Ex- Frau oder Feministinnen abarbeiten, anstatt sich selbst genug zu sein, haben ein Defizit abzuarbeiten: unabh\u00e4ngig von Frauen, Herr der eigenen Gef\u00fchle zu sein, Emotionale Autonomie. Wer \u201eDEN Frauen\u201c (im Aussen) oder seinen Launen (dem eigenen sich selbst unbekannten weiblichen Anteilen in seinem Inneren) ausgeliefert ist, bleibt ein Tyrann, in der aktiven, oder ein Mutters\u00f6hnchen, ein Weichei in der passiven Variante. Dieser Mann, der sich als Mann nicht kennen gelernt hat, dem seine \u201eweibliche Qualit\u00e4t\u201c in sich selbst fremd geblieben ist, sucht diese bei den Frauen, wie auch immer- ein Opfer unbewusster, unreflektierter Weiblichkeit. In der Folge ger\u00e4t dieser Mann immer wieder an Frauen, die ihn nicht von ganzem Herzen lieben (k\u00f6nnen). Er arbeitet sich an deren Liebe ab, erfolglos, vielleicht sogar lebenslang! Dieser \u201ebed\u00fcrftige (erotische!) Mann\u201c kann und will sich von lieblosen Frauen (Ehefrauen, Geliebten, Emanzen,..) nicht l\u00f6sen, er sieht auch seine eigene Erotik nur als Bed\u00fcrfnis, nicht als Geschenk, weil er sie nimmt, anstatt zu geben. Und er verschiebt die Verantwortung f\u00fcr das \u201eemotionale Chaos\u201c auf die Frauen, bleibt so ein armes \u201eOpfer der gesellschaftlichen Umst\u00e4nde\u201c.<br \/>\nNein! Beide Geschlechter sind als \u201eErwachsene\u201c sich selbst und f\u00fcr andere genug. Beide Geschlechter haben einander viel zu geben, sie sind (sich selbst) und dessen nur leider nicht bewusst.<br \/>\nNEIN! Wir M\u00e4nner brauchen einen Standort- und Perspektiven- Wechsel, vom ICH zum DU! Im Wesentlichen geht es um die \u00dcbernahme von MEHR Verantwortung f\u00fcr sich, seine Werte, seine M\u00e4nnlichkeit einerseits und seine Gef\u00fchle, Intuition und K\u00f6rperlichkeit andererseits. Bestimmung und Abgrenzung von Werten (ICH), und Hingabe f\u00fcr andere: DU! Die ur- eigene Emotionalit\u00e4t in sich zu erforschen, bedeutet eben NICHT zum kalten Macher, Macho zu werden, sondern die Liebe zu Natur, Pflanzen und Tieren zu beleben, zu Kultur, zu anderen Menschen Respekt aufzubauen, diese nicht nur als Narziss zu missbrauchen, um geliebt zu werden, sie zu NEHMEN, sondern Liebe in Form von Mitgef\u00fchl und F\u00fcrsorge zu GEBEN. Dann findet auch die Frau, die weiblich genug ist, sich als Frau, ihre Weiblichkeit, M\u00fctterlichkeit, ihren Charme und ihre erotische Hingabe in ihrer Tiefe und Vielfalt zu achten, auszuleben, unabh\u00e4ngig von der m\u00e4nnlich- materiellen Welt (!) zu f\u00fchlen, &#8230; DICH, den \u201evir bonus\u201c, den Guten Mann in Dir!<br \/>\nWie w\u00e4r\u00b4s mit Pflichten- statt Rechten?<br \/>\n\u201eWer KEIN Leben hat, h\u00e4lt sich an seine Rechte. Wer Leben hat, h\u00e4lt sich an seine Pflichten.\u201c (Lao- Tse). Ein Paar, das sich nicht definiert \u00fcber die vertragliche Absprache von Rechten,  etwa durch einen Ehevertrag, sondern wo beide Partner in ihrer F\u00fclle f\u00e4hig und bereit sind zur Mehrung ihrer Hingabe f\u00fcreinander, das sich mutig der Unterschiedlichkeit ihrer Wesen stellt, das die Entfaltung ihrer Wesens- UNTERSCHIEDE und die damit verbundene Spannung aush\u00e4lt, das kann sich besinnungslos, leidenschaftlich und hemmungslos lieben- emotional und sexuell, dann entsteht das, was eine gl\u00fcckliche Beziehung ausmacht: \u201eLiebe ist, wenn Treue Spa\u00df macht!\u201c<br \/>\nLiteraturtipps:<br \/>\nGerhard Amendt: Von H\u00f6llenhunden und Himmelswesen: Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine neue Geschlechter-Debatte<br \/>\nRobert Betz: Mutter- \/ Vater Deiner Jugend, Tor zu Deiner Freiheit (CDs)<br \/>\nDavid Deida: Der Weg des Wahren Mannes, Spritueller Sex<br \/>\nB\u00f6rn Leimbach: M\u00e4nnlichkeit leben<br \/>\nBernhard Ludwig: Sexualkabarett (CD)<br \/>\nMichael Klonovsky: Der Held. Ein Abgesang<\/p>\n<p>Thomas F\u00fcgner: Die wahre Kraft des Mannes&#8221; bei <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/wahre-Kraft-Mannes-Hardcover-Seiten\/dp\/3831203865\/ref=sr_1_2?ie=UTF8&#038;qid=1334228283&#038;sr=8-2\" target=\"_blank\">Amazon<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Identit\u00e4t \u2013 Verantwortung &#8211; Partnerschaft \u201eMacht muss man auch wollen\u201c (Alfred Herrhausen). Wer sich selbst, auch aus Bequemlichkeit, mehr als \u201eOpfer gesellschaftlicher Umst\u00e4nde\u201c denn als seines Gl\u00fcckes Schmied sieht, wird die Entscheidung, ein gl\u00fcckliches und selbstbestimmtes Leben zu f\u00fchren, auf ewig verschieben. 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