{"id":197,"date":"2011-08-26T10:59:22","date_gmt":"2011-08-26T08:59:22","guid":{"rendered":"https:\/\/iuaviabelfjea.byteway.dev\/?p=197"},"modified":"2011-08-26T10:59:22","modified_gmt":"2011-08-26T08:59:22","slug":"schattenboxen-wer-zur-sonne-fliegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maennerschmie.de\/index.php\/2011\/08\/26\/schattenboxen-wer-zur-sonne-fliegt\/","title":{"rendered":"Schattenboxen: &quot;Wer zur Sonne fliegt&#8230;&quot;"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;.. kann seinen Schatten nicht sehen&#8221; (abgewandeltes Zitat von R.W. Emerson)<br \/>\nUnter einem &#8220;Schatten&#8221; versteht die Psychologie seit C.G. Jung die unbewussten Anteile der Psyche. So, wie man auch am K\u00f6rper bestimmte Regionen auch mit dem besten Willen und Gelenkigkeit nicht erkennen kann, braucht es f\u00fcr die Erkenntnisse der unbewussten Seelenanteile das &#8220;Gegen- \u00dcber&#8221;, den Freund, den Partner und, f\u00fcr Ge\u00fcbte: Den Feind. Denn der sucht und findet unsere Schw\u00e4chen am liebsten.<\/p>\n<p>Als Mann sind dies oft die unbewussten weiblichen Anteile, Frauen tragen unbewusste m\u00e4nnliche Anteile in sich. Fangen wir bei der Betrachtung der weiblichen Schatten an, das ist f\u00fcr uns M\u00e4nner bequemer: (Achtung, Ironie!)<br \/>\nDa ist zum einen die \u00dcbertreibung des weiblichen Prinzips in der Figur der G\u00e4a, die ihre Kinder &#8220;zum Fressen gern hat&#8221;, denen somit kein eigenes Leben l\u00e4sst und sie vor lauter Liebe und der damit verbunden Vereinnahmung,  buchst\u00e4blich auffrisst. In der modernen Form sind das die alles kontrollieren wollenden &#8220;over- protective helicopter- moms&#8221;.<br \/>\nKonkreter wird die (unbewusste) Ablehnung und dann um so radikaler ausgelebte M\u00e4nnlichkeit in dem klassischen Bild der Amazonen, die sich die rechte Brust (Sinnbild der Weiblichkeit!) amputierten, um im Bogenschiessen besser gegen M\u00e4nner k\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen. Ein anderer Ausdruck unbewusst gelebter M\u00e4nnlichkeit ist die streits\u00fcchtige und darin rechthaberische Xanthippe. C.G. Jung beschrieb deren Auftreten im Alltag zwischen Mann und Frau recht eindrucksvoll: Er brachte es auf den Punkt, warum es absolut sinnlos ist, mit Frauen zu streiten: &#8220;Was also den Unterschied zwischen Mann und Frau in dieser Beziehung ausmacht, also den Animus gegen\u00fcber der Anima charakterisiert, so kann ich nur sagen: wie die Anima [beim Mann] die LAUNEN, so bringt der Animus MEINUNGEN hervor, und wie die Launen des Mannes aus dunklen Hintergr\u00fcnden hervortreten, so beruhen die Meinungen der Frau auf ebenso unbewussten, apriorischen Voraussetzungen &#8230; Der Animus ist wie eine Versammlung von V\u00e4tern und sonstigen Autorit\u00e4ten, die ex cathedra unanfechtbare, \u201avern\u00fcnftige\u2019 Urteile aufstellen &#8230; zu einem Kanon durchschnittlicher Wahrheit, Richtigkeit und Vern\u00fcnftigkeit zusammengeh\u00e4uft &#8230;, der sofort, wo immer ein bewusstes und ein kompetentes Urteil fehlt, mit der Meinung aushilft &#8230; Bei intellektuellen Frauen veranlasst der Animus ein intellektuell und kritisch sein sollendes Argumentieren und R\u00e4sonnieren, das aber im Wesentlichen darin besteht, einen nebens\u00e4chlichen und schwachen Punkt zu einer sinnwidrigen Hauptsache zu machen.&#8221;<br \/>\nWir sehen an diesen klassischen Beispielen, dass die Probleme der M\u00e4nner mit den Frauen nicht neu sind, sondern zeitlos, ewig erscheinen (werden). Heute entsprechen diesem Bild diejenigen Frauen, die sich in Business- Anz\u00fcgen ebenfalls ihrer Weiblichkeit berauben, und mit m\u00e4nnlich- scharfen Waffen (Ehrgeiz, Pr\u00e4zision, Rationalit\u00e4t, emotionaler K\u00e4lte) am Konferenztisch ihre Karriere vorantreiben. Oder eben die Emanzen.<\/p>\n<p>Die weiblichen Schatten kennen wir M\u00e4nner  zu gen\u00fcge. Nicht nur, weil wir an ihnen zu leiden haben, lohnt es sich, unsere eigenen zu betrachten, auch um unserer selbst willen, denn R\u00fcdiger Dahlke schreibt in seinem &#8220;Das Schattenprinzip&#8221;: &#8220;Sobald wir etwas aus unserem Bewusstsein verbannen, weil es uns Angst macht, wird es unbewusst und sinkt in den Schatten. Wo immer wir das Licht der Bewusstheit entziehen, schaffen wir Schatten. Doch der Verbannte f\u00fcgt sich nicht kampflos. &#8230; Die Gef\u00fchle, die wir unterdr\u00fcckt haben, dr\u00e4ngen darauf, anerkannt und intergriert zu werden. Sie sind nur dann sch\u00e4dlich, wenn sie verdr\u00e4ngt werden, denn sie drohen hervorzubrechen, wenn es v\u00f6llig unangemessen ist. <strong>Ihre hinterh\u00e4ltigen Attacken werden sie gerade in den Bereichen ihres Lebens behindern, die f\u00fcr sie am wichtigsten sind.<\/strong>&#8221;<\/p>\n<p>Und diese Attacken kommen eben <em>nicht<\/em> von Aussen (DEN Frauen, DER Emanzipation, von DER Ex-), sondern aus uns selbst! Um uns selbst also nicht weiterhin zu behindern, auch und gerade am Erfolg, <em>m\u00fcssen <\/em>wir M\u00e4nner uns mit unseren Schatten auseinandersetzen: &#8220;Die F\u00e4higkeit eines Mannes, die direkte Kritik eines anderen Mannes anzunehmen, entspricht seiner F\u00e4higkeit, maskuline Energie aufzunehmen. Wenn er keine gute Beziehung zur maskulinen Energie (zu seinem Vater) hat, handelt er wie eine Frau und ist verletzt und defensiv, statt sich die Kritik anderer M\u00e4nner zunutze zu machen. (Deida, David: \u201eDer Weg des wahren Mannes&#8221;)<\/p>\n<p>Die Demut lohnt sich! Denn im Ergebnis gehen wir gest\u00e4rkt aus der &#8220;Schattenarbeit&#8221; hervor: Wir brauchen zum einen sie (zum Beispiel DIE Frauen, DIE Emanzipation) nicht mehr zu bek\u00e4mpfen. Zum zweiten verstehen wir Frauen besser, indem wir Wurzeln ihres Verhalten als Teil unserer eigenen Psyche erkannt und anerkannt haben, und drittens k\u00f6nnen wir diese Schatten &#8220;transformieren&#8221;, indem wir Frauen mit dem begegnen, was wir voller unbewusster Angst zuvor bek\u00e4mpft hatten: Mit-Gef\u00fchl!<\/p>\n<p>Weswegen wir, Volker Hepp und Thomas F\u00fcgner uns auf die Schattenarbeit in unserer M\u00e4nnerschmie.de besonders freuen. <a href=\"http:\/\/www.epubli.de\/shop\/buch\/M%C3%A4nnliche-Kraft-Thomas-F%C3%BCgner\/7203\" target=\"_blank\">Mehr dazu<\/a> auch in meinem Buch<a href=\"http:\/\/www.epubli.de\/shop\/buch\/M%C3%A4nnliche-Kraft-Thomas-F%C3%BCgner\/7203\" target=\"_blank\"> &#8220;M\u00e4nnliche Kraft&#8221;<\/a> (S. 74ff)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;.. kann seinen Schatten nicht sehen&#8221; (abgewandeltes Zitat von R.W. Emerson) Unter einem &#8220;Schatten&#8221; versteht die Psychologie seit C.G. 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